Wo das Glück wohnt

Katharina von Bruchhausen hat sich auf ihrer Veranda in Bozen-Gries ein kleines Juwel mit Sommergarantie erschaffen. Beschützt von einer duftenden Hecke Jasmin, dunkelblau blühendem Rosmarin und verschiedenen Kletterpflanzen, Blumen und Kräutern.

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Vor zehn Jahren verließ Katharina ihre Mailänder Stadtwohnung, um nach Bozen zu übersiedeln. Mit im Gepäck waren ihre Lieblingsantiquitäten und vier Blumentöpfe mit weißem und rosa Jasmin. Diese hatten bereits drei Umzüge überstanden und gedeihen heute so kräftig, als könnte man ihnen einen weiteren zumuten. Doch Katharina hat ihren Platz gefunden. 
Nach dem Leben in verschiedenen Großstädten bin ich mittlerweile ein ländlicher Mensch geworden“, erzählt sie. Ihr liebster Ort ist ihre Holzveranda im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses in Bozen-Gries. „Ich habe mich auf Anhieb in sie verliebt, darum habe ich die Wohnung zunächst draußen und anschließend innen eingerichtet“, erzählt die zweifache Mutter. 

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Katharina liebt das Chaos

„Ich mag es, wenn die Pflanzen wild durcheinanderwachsen“, sagt sie.  So ist im Laufe der Jahre ein filigraner Dschungel mit einem einzigartigen Flair entstanden. „Ich bin kein Primeltyp. Mit denen fühle ich nicht“, sagt Katharina. Sie liebt dynamische Pflanzen - wie ihre weiße Klematis, die grazile Prachtkerze (Gaura) oder Ziergräser, die verspielt mit dem Wind tanzen.

Und sie liebt Details: den verbleichten Gartenzwerg, die Glasperlen, die in der Sonne glitzern, oder die filigranen Lichterketten, die ihre Oase abends in einen Zauber hüllen.

Tagsüber verbreiten hingegen die vielen Glücksbringer aus der ganzen Welt ihre Magie. Katharina liebt Gegenstände, die Geschichten erzählen. So stöbert sie genüsslich auf Flohmärkten und ist immer auf der Suche nach dem Besonderen...

„Ich bin kein Primeltyp. Mit denen fühle ich nicht. Ich liebe dynamische Pflanzen.“

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Meine Veranda ist mein Rückzugsort

Sie ist wie ein weiteres Zimmer, in dem die Familie viel Zeit verbringt. Gegessen wird auf dem alten Bügeltisch, auf dem das Bügeleisen gut sichtbar zweimal eingebrannt ist. Über dem Tisch hat Katharina Ziegenglocken aus Naxos und ein gläsernes Windlicht aufgehängt. „Das erinnert mich daran, dass es die Welt gibt“, schmunzelt sie. 

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Der Blumentrog wird zum Hochbeet

Ein begrenzter Raum macht erfinderisch. Zeno, Katharinas zwölfjähriger Sohn, teilt die Pflanzenliebe mit seiner Mutter. Mit großer Hingabe und Freude pflegt er die Salatpflanzen, Karotten, Radieschen … und freut sich über die reifen Erdbeeren. „Es ist ihm bewusst, dass man mit Pflanzen eine Verantwortung übernimmt, die zeitaufwändig ist, die aber reich beschenkt“, sagt Katharina, während sie ein verdorrtes Blatt abzupft.

„Ich liebe Glücksbringer aus der ganzen Welt, die ihre Magie verbreiten, und Gegenstände, die Geschichten erzählen.“

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Südtiroler Gärtnertipp

Balkone und Terrassen

Auf Balkonen und Terrassen wird gegärtnert! Viele junge Menschen haben diese Leidenschaft entdeckt und erschaffen wunderbare Oasen. Mit einfachen Tipps gedeiht die Freude über Jahre.

Ausreichend Wasser 

Balkonpflanzen sind Kübelpflanzen und bedürfen somit einer aufmerksamen Pflege: tägliche, gleichmäßige Wassergaben sind erforderlich. Eine automatische Bewässerung kann hierfür hilfreich sein. 

Düngung ist essenziell

Eine wöchentliche Düngung mit einem löslichen mineralischen Dünger als Flüssigdünger (von Vegetationsbeginn bis Ende August) ist empfehlenswert.

Privacy garantiert

Kletterpflanzen sind platzsparend und sorgen für einen schnellen Sichtschutz.  Für immergrüne Pflanzen gilt dies auch im Winter.

Vom Blumentopf direkt in den Teller

Gemüse und Kräuter gedeihen hervorragend auf Balkonen und Terrassen, doch aufgepasst: Gefäße trennen! Mehrjährige mediterrane Pflanzen mit sehr durchlässigem Substrat (z.B. Rosmarin, Lavendel, Thymian…)  Mehrjährige Pflanzen in humusreichem Substrat (z.B. Petersilie, Schnittlauch, Erdbeeren) Einjährige Pflanzen ebenso in humusreichem Substrat (z.B. Karotten, Salat, Radieschen)